Fachbegriffe
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- Anschlagpuffer
Bei Gurtbedienung und bei manchen Motorbedienungen (Drehmomentabschaltung) verhindern Anschlagwinkel oder Anschlagstopper am Endstab das Einziehen des Rollladenpanzers in den Kasten. Anschlagwinkel sind meist aus Metall (verzinkter Stahl, Aluminium) während Anschlagstopper aus Kunststoff hergestellt sind.
Synonyme: Anschlagstopfen, Anschlagwinkel- Arretierung
Einschubprofile (PVC, Aluminium, Stahl, Edelstahl) müssen gegen seitliches Verschieben gesichert sein. Bei PVC-Rollläden wird dies mit auf einer Seite eingedrückten Drahtstiften in jedem Stab oder in jedem 2. Stab beidseitig eingeschobene Arretierklammern vorgenommen, während bei allen anderen Rollläden (außer Holzrollläden) jeder 2. Stab seitlich beidseitig mit Arretierungskappen aus Kunststoff ausgestattet wird. Das bewirkt jedoch, dass die Stäbe in der Länge um die Stärke der Arretiergleiter kürzer geschnitten werden müssen. Arretierungen werden mit dem Stab verpresst, geklammert oder geschraubt, wenn es die Qualität des Füllschaumes erlaubt.
- Endstab
Der Endstab oder die Endleiste ist der untere Abschluss eines Rollladenpanzers. Er sollte bei großen Rollladenbreiten eine höhere Stabilität als der Rollladenstab bieten. Beim Holzrollladen ist er aus Ramin und wird teils heute noch mit einem unterschraubten massiven 14 x 14 mm Edelstahl- Profil ausgestattet. Kunststoff- und Aluminium-Rollläden werden fast immer mit einem doppelwandigen, stranggepresstem Aluminium - Hohlkammer-Endstab ausgestattet.
Synonyme: Schlussleiste- Führungsschiene
Die U-förmigen Profile dienen zur seitlichen Führung des Rollladenpanzers in seiner vertikalen Bewegung und gleichzeitig zur Sicherung des Panzers im herabgefahrenen Zustand. Ideale bauliche Voraussetzung ist, wenn die Führungsschienen seitlich im Mauerwerk eingelassen oder eingeputzt werden. Früher hat man Führungsschienen aus Stahl verwendet, denn Holzrollläden laufen ideal in Laufnuten aus Holz, Kunststoff und in Profilen aus Stahl oder Aluminium - sogar ohne Keder-Einlagen. Aluminiumrollläden sollten nicht in Stahlführungen ohne Keder-Einlagen laufen. Heute werden je nach Profil, Größe und Anforderungen die unterschiedlichsten Führungsschienen aus stranggepresstem Aluminium angeboten, sowie von vielen Kunststofffenster Herstellern Rollladenführungen aus Kunststoff oft bei der Montage des Fensters mit eingebaut.
- Gelenkplatte
Mit der Knick-Kurbel-Bedienung (Kurbelstangen-) wird eine Gelenkplatte notwendig, die auf der Rauminnenseite befestigt wird und die mit einem Vier- oder Sechskantstab ausgestattet ist, der zum Betrieb in das Kurbelgetriebe gesteckt wird. Die Gelenkplatte wirkt wie ein Kardangelenk.
- Gurt
Der Gurt dient als manuelles Bedien-Element des Rollladens und wird aus zugfestem, stark belastbarem Material gewebt. Im Neubaubereich (Sturzkasten- Montage) wird er mit 23 mm Breite eingesetzt, wobei er im Bereich Mini-Rollläden mit nur 14 mm oder sogar noch weniger eingesetzt wird.
- Gurtführung
Dient zur Führung des Gurtes durch das Mauerwerk im Bereich des Sturzkastens und zum sauberen Abschluss auf der Rauminnenseite. Die Gurtführung wird auch "Gurtpfeife" genannt und wird in qualitativ hochwertigerer Form auch mit Bürsteneinlage zur Kältedämmung geliefert.
- Gurtleitrolle
Ist wie die Gurtführung als Leitstabilisierung des Rollladengurtes vorgesehen.
- Gurtscheibe
Die Gurtscheibe wird über die Welle geschoben und sitzt meist an einem Ende der Welle. Sie nimmt den Gurt auf und bewirkt mit ihren seitlichen Begrenzungsscheiben eine flache, gleichmäßige Aufnahme des Rollladengurtes.
- Gurtwickler
Der Gurtwickler nimmt über eine federgespannten Rolle die Gurtlänge auf, die beim Hochziehen des Rollladens entsteht. Er ist sowohl in offener und schwenkbarer Ausführung als auch im Mauerwerk einputzbar lieferbar.
- Keder
Ein Keder ist ein Gummi welches z.B. im Endstab einer Endleiste eingeschoben ist, dieser verhindert im Winter das anfrieren des Rollladens an der Fensterbank und lässt den Rollladen leiser auf der Fensterbank aufkommen.
- Kurbel
Ein geringer Anteil von Rollläden - und hier meist nur im Mini-Bereich - wird mit Knick-Kurbel-Bedienung (Kurbelstangen-) ausgestattet. Die Getriebe stecken wie beim Rohrmotor in der Welle, sind aber nur bis zu einem Panzergewicht von max. 30 kg einsetzbar.
Ein vier- oder sechskantiger Stab verbindet die raumseitige Knick-Kurbel/Gelenkplatte mit dem Getriebe. Die Länge des Knick-Kurbel-Gestänges ist variabel.- Lager
Eine Rollladenwelle muss "gelagert" montiert werden. Auf der gegenüberliegenden Seite der Bedienung (Gurt, Kurbel, Motor) wird die Walzenkapsel oder der Wellenbolzen mit seinem Lagerdorn in ein Kugellager gesteckt, welches wiederum in einer Lagerschale sitzt.
Synonyme: Lagerschale- Mittelwellenlager
Zur Aufnahme von Mittellagern bei geteilten Wellen werden Doppelbock- bzw. Stütz- oder Mittelwellenlager eingesetzt.
- Motorlager
Damit Rohrmotore überhaupt eine Funktion darstellen können, muss der Motorkopf eine feste Bauwerksfixierung haben. Jeder Motor-Hersteller hat unterschiedliche Motorköpfe, sodass hier jeweils das passende Motorlager am Wandlager montiert werden muss.
- RAL
RAL Farben sind eine Norm für Farbtöne. Jedem Farbton der
Synonyme: RAL-Farben
Farbreihe ist eine vierstellige Farbnummer zugeordnet. Die Farbtabelle ist nach RAL CLASSIC in Farbtongruppen sortiert.
RAL Farben können auf jedem Monitor und Drucker anders dargestellt
werden. Diese Tabelle dient nur der Orientierung.- Teleskopwelle
Damit eine "Welle" in der Länge über ein begrenztes Maß variabel eingesetzt werden kann, werden Teleskopstücke in einem Ende der Welle eingeschoben, bei der Montage auf gewünschter Länge eingepasst und mittels einer Schraube fixiert. Damit kann eine Welle auf "grober" Länge vorgefertigt werden und macht Sägearbeiten "auf den letzten Millimeter genau" an der Baustelle oft unnötig.
- Walzenkapsel
Wellenkapsel, ist heute meist aus PVC und dient als Endstück der Welle mit Stahlzapfen für die Lagerführung. Walzenkapseln sind als normale Wellenendstücke und in längerer Ausführung auch als Teleskopkapseln lieferbar.
Bei Gurtbedienung dient eine Standardwalzenkapsel auch als Aufnahme der Gurtscheibe.
In verstellbarer Ausführung erlaubt sie ähnlich wie die Teleskopwelle, jedoch in geringerem Maße eine Längenvariabilität der Welle. Dies ist besonders dann gefragt, wenn die Rollladenkastenöffnung nicht so breit ist wie der Kasten lang ist.- Wandlager
Lagerschale und Kugellager benötigen eine seitliche Befestigung. Dazu dient ein Wandlager, welches in unterschiedlichsten Ausführungen lieferbar ist.
- Welle
Die Welle dient als Wickelachse des Rollladenpanzers. Sie wird für Mini-Rollladenprofile mit 40 und 50 mm Durchmesser, für Standard-Rollladenprofile mit 60 und 70mm Durchmesser und für Rolltorprofile mit 125 mm und mehr Durchmesser eingesetzt. Das Material der Welle ist meist aus verzinktem Stahl bis 125 mm Durchmesser in rollgeformter 8-kant Ausführung und darüber hinaus als dickerwandige grundierte Rund-Ausführung je nach Panzergewicht. Runde oder 8-eckige Holzwellen waren früher üblich.
- Wellenbolzen
Für schwere und einbruchhemmende Rollläden werden anstatt der Walzenkapsel Wellenbolzen gegenüber der Bedienseite in die Welle eingesetzt. Diese Wellenbolzen aus dem Torbereich sind weitaus widerstandsfähiger und tragkräftiger als Walzenkapseln.
